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Saarbrücken, 14.02.2008
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Kommunistinnen und Kommunisten im Saarland erklären ihre
Solidarität mit Eurem Arbeitskampf und wünschen Euch viel
Kraft und Erfolg in dieser harten Auseinandersetzung.
Es ist ein Hohn, dass die Arbeitgeber nach etlichen Jahren des
Reallohnverlustes und aktuell sprudelnden Steuereinnahmen Eurer allzu
berechtigten Forderung nach 8 Prozent mehr Lohn und Gehalt und
mindestens 200 Euro nicht nachkommen wollen.
Ob in städtischen Betrieben, in Krankenhäusern oder
Verwaltungen – überall wird das gleiche Lied gesungen, es
sei kein Geld da für diese dringend notwendige Lohnerhöhung.
Was ist in den letzten Jahren in Wahrheit passiert: Während sich
die öffentlichen Haushalte wie die Sozialkassen und
Krankenhausbudgets durch immer neue Belastungen weiter verschulden,
steigen die Gewinne von Banken und Konzernen, die Profite der Reichen
ins Unermessliche. Managergehälter in einem Jahr sind z. T.
höher als Lebenseinkommen von Normalverdienern.
Wir sagen: Diese Umverteilung von unten nach oben muss endlich
umgekehrt werden. Ihr habt jedes Recht auf Eurer Seite und führt
einen wichtigen Kampf für die Verbesserung der
Lebensverhältnisse für die Mehrheit der Menschen dieses
Landes.
Und noch ein letztes Argument: Niemand kann uns erzählen, dass
kein Geld für Eure Forderungen da sei, solange in diesem Land
jedes Jahr immer mehr Milliarden für Rüstung und Krieg
ausgegeben werden. Statt uns in immer tiefer in den Sumpf von
Kriegseinsätzen zu treiben, fordern wir von den Regierenden einen
Politikwechsel zu mehr sozialer Gerechtigkeit, zu Löhnen, die
Familien ernähren und nicht verarmen lassen und zu
menschenwürdigen Arbeitsbedingungen.
Wir setzen darauf, dass ein solcher Politikwechsel möglich ist,
wenn mehr Menschen für Ihre Rechte kämpfen in Betrieben und
Schulen, in Bewegungen und Arbeitskämpfen und wenn sie erkennen,
dass sie gemeinsam etwas bewegen können.
Ihr gebt hierfür ein wichtiges Signal!
Glück auf!
Thomas Hagenhofer
Bezirksvorsitzender
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